Click-to-donate-Sites: Die Spende per Click |
VÖ-Termin 02/01 |
Diese Form des Online-Fundraisings war in den letzten beiden Jahren ausgesprochen erfolgreich: Im Jahr 2000 wurden über 95 Mio. Spenden getätigt. Dies entspricht mehr als 9.500 t Nahrungsmitteln, die von den Sponsoren bezahlt wurden. Insgesamt konnte dem UN World Food Programm eine Spendensumme von mehr als 3 Mio. US$ zur Verfügung gestellt werden. Deshalb ist es nicht verwunderlich, dass diese Form des Online-Fundraisings zahlreiche Nachahmer fand. Allein auf der Hunger Site werden zur Zeit fünf verschiedene click-to-donate-Sites für unterschiedliche Zwecke betrieben. Die Idee fand auch in Deutschland Nachahmer. Unter www.klickdieSpende.de ist die erste deutschsprachige click-to-donate Site online. Für alle Beteiligten ist dieses Arrangement ein Gewinn: Die Spender
tun etwas Gutes und müssen dafür nicht bezahlen. Das UN World
Food Program erhält Einnahmen und Aufmerksamkeit für seine Thematik.
Die Sponsoren zeigen ihr Logo und erwerben so ein Image als sozial engagierte
Einrichtung. Der Betreiber schließlich - GreaterGood (www.greatergood.com)
- eine Charity-Mall, die The Hunger Site im Februar 2000 von John Breen,
dem Entwickler der Site, übernommen hat, erhält für seine
anderen Aktivitäten reichlich Publicity und Werbung. Obwohl theHungerSite ein sehr erfolgreiches Projekt ist, stellt sich die Frage, welche Voraussetzungen erfüllt sein müssen, damit dieser Erfolg eintritt. Ein wichtiger Punkt ist die Visualisierung des Anliegens: Auf einer Weltkarte wird alle 3,6 Sekunden angezeigt, wo gerade ein Mensch an Hunger stirbt. Der sehr starke Impact entläd sich in der sehr einfachen Aufforderung, einfach auf einen Button zu klicken und schon ist ein Mensch gerettet. Als erste click-to-donate-site war der HungerSite eine große öffentliche
Aufmerksamkeit gewiss. Alle Folgeprojekte können mit dieser Aufmerksamkeit
nicht mehr rechnen. Hinzu kommt, dass davon auszugehen ist, dass Menschen
mit der Zeit weniger stark auf den Impact reagieren. In jedem Browser
kann auch nur eine Site als Startsite eingetragen werden. Nachfolgende
Click-to-donate-Sites finden diesen Platz besetzt vor, so dass es immer
schwieriger wird, auf eine angemessene Zahl von Besuchern zu kommen, damit
letztendlich auch die Mittel generiert werden können.
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| Autor: Kai Fischer - ehemaliger Mitarbeiter
der Firma AMM GmbH, die sich auf Online-Fundraising und Kommunikationskonzepte für das Internet spezialisiert hat. Mehr Informationen zu AMM finden Sie im Internet unter www.AMM-GmbH.de. Aus: Newsletter Online-Fundraising 02/01
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