NEWSLETTER "Online-Fundraising" |
| 6. Jahrgang - Ausgabe 5/2005 – 24. August 2005
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Inhalt
Haben Sie eine Strategie, wie Sie über den Verkauf von Dingen neue Interessenten finden und Käufer zu Unterstützern machen können? Viele Organisationen haben etwas zu verkaufen. Ob es sich um Give-Aways, Merchandising-Produkte oder andere Gegenstände handelt: Der Online-Shop ist eine einfache Möglichkeit, diese anzubieten und mit Interessenten in Kontakt zu kommen. Einige Organisationen verkaufen traditionell Produkte und Leistungen, wie Eintrittskarten oder auch Seminare und Fortbildungen. Es gibt auch Organisationen, die dezidiert Produkte anbieten: Nutzmüll verkauft recycelte Computer und Fahrräder, aufgearbeitete Möbel und nette Geschenke, die aus alten Dingen hergestellt werden. Die Stiftung Agens und das Netzwerk-Südost aus Leipzig verkaufen die XAGA-Spiele über ihre Website. Haben Sie keine Produkte, die Sie verkaufen können, lassen sich aus den Projekten und Programmen Ihrer Organisation sicherlich „Produkte“ entwickeln, die verkauft werden können. Eines der am besten im Internet funktionierenden Beispiele ist der „Verkauf“ von Nutztieren bei der amerikanischen Organisation Heifer International. Aber auch Schmuckaktien lassen sich im Internet verkaufen, wie die Beispiele der Kranich-Schutz-Aktie und die Sozial-Aktie der Diakonischen Werke Himmelsthür zeigen. Aber auch Patenschaften und Sponsorships lassen sich „verkaufen“. Welchen Vorteil hat die Nutzung von eCommerce im Fundraising? Durch den Verkauf von Produkten gelingt Nonprofit-Organisationen zweierlei: Zum Einen wird ein niederschwelliger Kontakt zu Interessenten und Förderern geschaffen. Es ist nicht notwendig, erst Vertrauen in die Organisation aufzubauen. Ein nettes Produkt kann aus sich selbst heraus einen Nutzen schaffen und damit zum Kauf und ersten Kontakt führen. Zum Anderen ist für den Förderer sofort nachvollziehbar, wofür das Geld eingesetzt wird. Wird bei Heifer ein Tier gekauft, erhält eine Familie ein entsprechendes Tier zur eigenen Versorgung. Auch bei Patenschaften wissen die „Käufer“, welches Kind sie mit ihrer Spende versorgen. Soll aus dem eCommerce ein Fundraising-Projekt werden, reicht es nicht aus, nur Produkte anzubieten. Vielmehr ist eine Strategie gefragt, welche Produkte angeboten werden sollen, wie die Käufer gebunden und kultiviert werden und wie schließlich mittels Upgrading das Potenzial voll ausgeschöpft werden kann. Die Strategien können dabei durchaus unterschiedlich ausfallen: So kann der Verkauf hochpreisiger Produkte, die sich auch als Geschenk eignen, direkt zu Einnahmen führen. Andere Organisationen geben besser eher Produkte zu geringen Preisen ab, um mit Interessenten in Kontakt zu kommen und diese anschließend binden zu können. Entscheidend ist hierbei die Strategie, die Bindung, die abgefragten Informationen und die Steuerung der weiteren Prozesse. Unterstützung bei der Strategie-Entwicklung und der Umsetzung finden Sie bei AMM GmbH. Nehmen Sie Kontakt auf und profitieren Sie von dieser Möglichkeit im Online-Fundraising.
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Für Fundraiser und Öffentlichkeitsarbeiter tut sich eine neue Herausforderung auf. In über 65.000 deutschen Blogs – online geführte öffentliche Tagebücher – stellen Menschen Meinungen, Ansichten und Informationen bereit. Die Inhalte unterliegen dabei keiner Kontrolle, weder was die Richtigkeit noch was die Qualität angeht. Blogs (Kurzform von Web-logs) sind einfach einzusetzende Systeme, die den Nutzern die schnelle Veröffentlichung im Internet gestatten. Kenntnisse in HTML oder anderen im Internet genutzten Programmiersprachen sind in der Regel nicht erforderlich. Die Technik wird von entsprechenden Dienstleistern kostenlos oder gegen ein geringes Entgelt zur Verfügung gestellt. Mittlerweile hat sich weltweit eine Gemeinde von Bloggern etabliert. So durchkämmen einige Betreiber das Netz, greifen sie interessierende Fundstücke auf und sorgen damit für eine weltweite Multiplikation. Während viele Blogs kaum über ein paar Leser hinaus kommen, haben es andere geschafft, eine große Fangemeinde aufzubauen und bilden damit so etwas wie Kristallisationspunkte der Blogger-Community. Kaum vorhandene Zutrittsbarrieren ermöglichen es vielen Menschen, ihre persönlichen Ansichten und Meinungen zu verbreiten und zur Diskussion zu stellen. Während dies einerseits zur Demokratisierung der veröffentlichten Meinung führt, sind Qualitätssicherung und journalistische Standards bei vielen Blogs häufig suspendiert. Es findet keine Kontrolle der veröffentlichten Inhalte statt. Das Potenzial von Blogs im Fundraising wurde im Zusammenhang mit der Tsunami-Katastrophe Weihnachten 2004 deutlich: Video-Blogs stellten massenhaft von Amateuren hergestellte Videos im Internet zur Verfügung. Die gegenseitigen Verweise sorgten für die entsprechende Bekanntheit der Blogs. Das Ergebnis: Es wurden zu tausenden Videos herunter geladen. Ethische Fragen in Bezug auf die Zurschaustellung von Leid wurden dabei nicht thematisiert. Einsatzmöglichkeiten für Blogs bei Noprofit-Organisationen gibt es eine Reihe. Sie reichen von der einfachen Möglichkeit, die eigene Website schnell und einfach zu aktualisieren bis hin zur Kommunikation und zum Feedback der Nutzer der Website. Da viele Blogs es den Nutzern ermöglichen, zu Beiträgen eigene Kommentare hinzuzufügen, zeigen diese, dass mit einem Beitrag ein Nerv getroffen wurde. Auch zur inhaltlichen Arbeit kann ein Blog strategisch genutzt werden. So setzen Watchdog-Organisationen Blogs ein, um auf Informationen zu verweisen, die nicht in Artikeln und Beiträgen aufgegriffen werden und die für die Nutzer trotzdem wichtig sein können. Welche Erfahrungen in den USA Organisationen mit Blogs gemacht haben, lesen Sie in einem Artikel der NPTimes: www.nptimes.com/Oct04/NPT_SR_oct2004.pdf Wichtig für jede Kommunikation ist die klare Zielvorgabe und Konzeption. Denn gerade die einfache Kommunikation über Blogs verführt zu Veröffentlichungen, die nicht klar fokussiert sind. Ein fehlender Fokus macht den Blog jedoch schwer nutzbar. Unklarheiten und mangelnde Fokussierung sind Störgrößen und veranlassen viele Nutzer den Besuch einer Website abzubrechen. Aber noch eine weitere Herausforderung wartet auf Fundraiser und die Geschäftsführung: Auch die eigene Organisation kann Gegenstand der Berichterstattung in einem Blog sein. Deshalb wird es immer wichtiger, die Szene der Blogger zu beobachten, um feststellen zu können, was andere über die eigene Organisation zu sagen haben. Nur so ist man vor bösen Überraschungen geschützt. Eine Übersicht über 65.000 Blogs finden Sie auf blogstats.de
Wie im letzten Newsletter bereits angekündigt, ist das Jahrbuch Fundraising 2005 im Juli erschienen. Das von Kai Fischer, Bettina Hohn und Thomas Kreuzer herausgegebene Jahrbuch mit dem Titel „Fundraising Praxis – aus erfolgreichen Beispielen lernen“ stellt die erste Sammlung erfolgreicher Fundraising-Projekte kleinerer und mittlerer Organisationen dar. Wenn Sie wissen wollen, wie andere Organisationen Projekte erfolgreich konzipiert und umgesetzt haben, sollten Sie sich das Jahrbuch nicht entgehen lassen.
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