Welchen Anteil erhalten Nonprofit-Organisationen
aus dem Telefonmarketing?


Zahlen über Kosten bzw. Erlöse aus Fundraising-Kampagnen sind rar. Einzelne Agenturen verfügen bei den von ihnen angebotenen Leistungen über entsprechende Zahlen, aber Vergleichszahlen über mehrere Organisationen und verschiedene Anbieter gibt es kaum.

Eine Ausnahme sind hier die seit nunmehr zehn Jahren von Eliot Spitzer, dem Generalstaatsanwalt von New York jährlich erhobenen Zahlen zum professionell durchgeführten Telefon-Fundraising. Unter dem Titel „Pennies for Charities – Where Your Money goes” kann jeder nachlesen, welchen Prozentsatz die Charities von jeder Telefon-Kampagne erhalten haben.

Insgesamt haben die Organisationen im Jahr 2004 37% der eingeworbenen Gelder auch erhalten. Dies ist eine Steigerung zum Vorjahr, in welchem nur 33% der eingeworbenen Gelder auch die Organisationen erreicht haben.

Erstaunlich ist nicht nur dieser geringe Prozentsatz, sondern auch die erhebliche Spannweite. So erhalten die Organisationen von einzelnen Kampagnen durchaus 80% der eingeworbenen Mittel. In anderen werden noch nicht einmal die Kosten wieder eingespielt, sodass für die Organisationen ein Verlust entsteht.

Diese große Spannweite erklärt Spitzer mit unterschiedlichen Zielsetzungen der einzelnen Telefon-Aktionen – es ist nicht in jedem Fall um die Einwerbung von Spenden gegangen – sowie den unterschiedlichen Zielgruppen und der unterschiedlichen Bekanntheit der einzelnen Organisationen. So wird eine Kaltansprache, welche in Deutschland verboten ist, und die von einer unbekannteren Organisation durchgeführt wird, einen erheblich geringeren Anteil an Mitteln erwirtschaften als eine Kampagne einer bekannten Organisation bei ihren Stammspendern.

Auf jedem Fall lohnt sich ein Blick auf die von Spitzer zusammengestellten Zahlen. Zeigen doch die mitgelieferten Tabellen, was einzelne Organisationen und einzelne Telefonmarketing-Firmen für Ergebnisse erzielt haben.

 

 
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Autor: Kai Fischer - ehemaliger Mitarbeiter der
Firma AMM GmbH , die sich unter anderem auf Online-Fundraising und Kommunikationskonzepte für das Internet spezialisiert hat.
Mehr Informationen zu AMM finden Sie im Internet unter www.AMM-GmbH.de.

Aus: Newsletter Online-Fundraising 1/06

 

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