Marita Haibach: Handbuch Fundraising.
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Marita Haibach hat ihren Klassiker jetzt in einer vollständig überarbeiteten und erweiterten Neuauflage wieder vorgelegt. Um es gleich vorweg zu sagen: Dieses Buch gehört zu recht zu den Klassikern. Wer sich umfassend über den Stand des Fundraising in Deutschland informieren will oder wer eine sehr gute Einführung in die Thematik benötigt, ist mit diesem Buch bestens bedient. Positiv bemerkbar machen sich die Erfahrungen der Autorin und die verschiedenen Auflagen, in denen dieses Buch schon erschienen ist. Es ist in sich konsistent und deckt alle Themen ab, die im Fundraising diskutiert werden. Neben den Grundlagen und Rahmenbedingungen bearbeitet die Autorin die Voraussetzungen für ein erfolgreiches Fundraising und wendet sich anschließend den privaten Finanzquellen für gemeinnützige Zwecke zu. Sowohl den Privatpersonen als auch Unternehmen und Stiftungen widmet sie jeweils einen Teil mit praktischen Tipps zur Ansprache und zur Bindung. Einblicke in das Fundraising in Österreich und der Schweiz runden das Buch ab. Ein unbestrittener Schwerpunkt der Arbeit von Marita Haibach sind zweifelsohne Großspenden und Capital Campaigns. In diesen beiden Bereichen gehört sie international zu den erfahrendsten Expertinnen. Dies merkt man ihrem Buch positiv an, sind doch alle Ausführungen in diesem Zusammenhang in dieser Tiefe kaum an anderer Stelle zu finden. Probleme bereiten der Autorin hingegen die Einordnung der digitalen Kommunikation, einer Methodik, die zwar erwähnt, aber nicht das Spezialgebiet von Marita Haibach ist. So subsummiert sie Website und E-Mail im Kapitel „Computereinsatz im Fundraising“ neben Datenbanken und Database-Fundraising. Nun mögen zwar alle Formen der digitalen Kommunikation einen Computer zur Übertragung der Botschaften benötigen. Inhaltlich und systematisch gehören Website, E-Mail, SMS und alle anderen Formen der digitalen Kommunikation jedoch zu den Methoden im Fundraising und stehen eigentlich in einer Reihe mit Formen der direkten Kommunikation, des Telefons oder des Briefes. Interessant wäre zu erfahren, wie Marita Haibach sich den Einsatz von Website und E-Mail in der Ansprache und der Bindung bzw. Kultivierung von Großspendern und Kapitalgebern konzeptionell vorstellt, denn auch diese Förderer werden zu einem Großteil mittlerweile das Internet nutzen. Trotz dieser kleinen Schwäche ist das Buch sehr zu empfehlen. Gerade für einen fundierten Überblick und bei der Konzeption von Großspenden-Projekten oder Capital Campaigns werden Sie an diesem Buch und den vielen Einsichten in diese Themen nicht vorbei kommen. |
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