Arbeitshandbuch Finanzen für den sozialen
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Die Herausgeberinnen legen mit der Loseblattsammlung im Verlag Dashöfer ein Werk vor, welches alle wichtigen Bereiche der Finanzierung von Leistungen im sozialen Bereich abdecken soll. Es richtet sich an Vorstände und Geschäftsführer von sozialen Einrichtungen, die auch unter den geänderten finanziellen Rahmenbedingungen ihre Einrichtungen zukunftsfähig aufstellen und für ein Überleben unter marktwirtschaftlichen Anforderungen fit machen wollen. Ausgangspunkt ist hierbei die Beobachtung, dass die bisherigen Formen der Finanzierung von Arbeit im sozialen Bereich einem tiefgreifenden Wandel unterworfen sind, die auf mehreren Ebenen greifen und auch nicht temporär sein werden. Vielmehr werden sich soziale Einrichtungen – aber auch alle anderen Nonprofit-Organisationen – hierauf einstellen und die Finanzstrukturen verändern müssen. Konsequenterweise nehmen die Herausgeberinnen dabei alle möglichen Quellen von Ressourcen in den Blick. Auch wenn Fundraising einen großen Teil einnimmt, werden ebenso Möglichkeiten der Eigenerwirtschaftung von Mitteln und staatliche Zuwendungen mit berücksichtigt. Möglichkeiten der Finanzierung über Banken sowie Controlling und Finanzmanagement inklusive einem Überblick über die einschlägige Rechtslage runden das Handbuch ab. Die einzelnen Artikel sind durchweg von ausgewiesenen Experten geschrieben und gut verständlich. Sie geben einen einführenden Überblick in die jeweilige Thematik. Tiefergehende Auseinandersetzung mit einzelnen Teilthemen können sicherlich in den Ergänzungslieferungen noch erfolgen. Auch eine systematische Ausstattung der Artikel mit Fallbeispielen, Checklisten und kommentierten Literaturverzeichnissen wäre für die Umsetzbarkeit der Artikel wünschenswert und würde der Zielformulierung als Arbeitshandbuch gerecht werden. Zwei Aspekte irritieren allerdings bei diesem insgesamt sehr gut gelungenem Werk: Zum einen betonen die Herausgeberinnen im Einstieg zu recht, dass der soziale Bereich einen fundamentalen Wandel durchmacht und in Zukunft die Finanzierung über die Existenz einzelner Einrichtungen entscheiden wird. Beiträge, die sich mit diesem Wandel der Organisationen, mit systematischer Organisations- und Personalentwicklung auseinander setzen, sucht man jedoch vergeblich. Zum Anderen ist es zu begrüßen, dass das Thema „Finanzierung“ aufgegriffen und in einem eigenen Kapitel dargestellt wird. Allerdings wird hier die Finanzierung auf Banken begrenzt. Dies ist schade, lassen sich doch auch verschiedene Formen von Eigenkapitalfinanzierung denken. Ebenso wird hiermit auch die Chance vertan, sich mit Erscheinungsformen wie „pro bono-Arbeit“ oder Provisionsmodellen kritisch auseinander zu setzen. Diese Kritikpunkte können insgesamt den hervorragenden Eindruck des Arbeitshandbuchs nicht trüben. Insbesondere allen, die sich auch jenseits von Fundraising für die verschiedenen Möglichkeiten der Finanzierung interessieren bzw. eher Einsteiger in die Thematik sind, ist das Arbeitshandbuch Finanzen für den sozialen Bereich zu empfehlen. Weitere Informationen erhalten Sie beim Verlag Dashöfer
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Rezensent: Kai Fischer - ehemaliger Mitarbeiter
der Aus: Newsletter Online-Fundraising 06/05
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