Barbara Crole/Christiane Fine: |
Von dieser Ausgangssituation beginnt die Expedition ins Fundraising. Neben der Gründung und dem Umgang mit Mitarbeitern wird der Leser über Planung und Strategie aufgeklärt. Anschließend geht’s um Mailings, die richtigen Adressen, Aufbau und Gestaltung sowie die Zusammenarbeit mit Dienstleistern. Ein Überblick über verschiedene weitere wichtige Methoden im Fundraising, über PR und Spender-Betreuung sowie das Thema Controlling runden den Überblick über das Fundraising ab. Ein wichtiger Aspekt in den Arbeiten von Barbara Crole sind Mailings. Auch wenn den Autorinnen zugestimmt werden kann, dass immer noch Mailings den wichtigsten Kommunikationskanal darstellen, so stellt sich doch die Frage, ob es gerade für kleinere Organisationen – zumal solche, die gerade mit dem Fundraising beginnen – ratsam ist, auf eine Mailing-Strategie zu setzen. Denn die Kosten für die Akquisition eines neuen Förderers bei Kalt-Mailings nehmen zur Zeit eher zu als ab. Das ist auch nicht verwunderlich, wenn „gute Spender“ vor Weihnachten bis zu fünfzig Spenden-Briefe erhalten. Ausgesprochen positiv ist das ausführliche Kapitel zum Online-Fundraising. Hier ist der Aussage der Autorinnen zuzustimmen, dass gerade kleinere und mittlere Organisationen über das Medium Internet ihre Förderer besser ansprechen und binden können als dies bei großen Organisationen der Fall ist. Insgesamt eignet sich das Buch sehr gut für Menschen, die in die Thematik einsteigen wollen und gut aufbereitetes Material suchen. Das Buch ist flüssig geschrieben und leicht verständlich – auch wo es um komplexere Sachverhalte geht. Erfahrene Fundraiser erfahren allerdings wenig Neues, so dass sich das Buch eher als Einsteiger-Lektüre empfehlen lässt.
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