Öko-Test kritisiert Spendenpraxis
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VÖ-Termin 11/02 |
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Des Weiteren wird von Öko-Test beklagt, dass durch kreative Buchführung und Bilanzierungstricks die wahren Kosten für Fundraising verschleiert würden. Bemängelt wurde am Beispiel von BUND und NABU, dass weniger als die Hälfte der Einnahmen dem eigentlichen Zweck, der Naturschutzarbeit, zugute kämen. Damit würde, so die Tester, die Außendarstellung der Tätigkeiten in der Gewichtung nicht mit den Ausgaben übereinstimmen. Insgesamt wurden von 19 Umwelt- und Naturschutzorganisationen acht mit „sehr gut“ und „gut“ bewertet, fünf schnitten mit „mangelhaft“ und „ungenügend“ ab. Öko-Test weist in diesem Zusammenhang ausdrücklich darauf hin, dass sich die Bewertung nicht auf die inhaltliche Arbeit der Organisationen bezieht, sondern ausschließlich auf die Transparenz der Mittelverwendung zielt. Den leicht gekürzten Test-Bericht finden Sie auf der Website von Öko-Test >>
Die Probleme föderaler Organisationen, die nicht wissen, wie formal selbständige Untergliederungen ihre Mittel verwenden, kann schnell zu einem Problem für die gesamte Organisation werden. In der Öffentlichkeit wird bei den „Organisationsmarken“ selten ein Unterschied gemacht, ob Probleme beim Bundesverband, einem Landesverband oder einer örtlichen Gliederung auftreten. Es wird der gesamten Organisation zugeschrieben werden. Lösen lassen sich diese Probleme nur durch eine zentrale Buchhaltung und Controlling sowie einem einheitlichen EDV-System. Erst dann erhalten alle Entscheidungsträger alle Informationen in einer angemessenen und vollständigen Form. Die Tester von Öko-Test gehen mit uns Fundraisern noch fair um. Sie betonen, dass Umwelt- und Naturschutzverbände moderne Methoden der Spendengewinnung benötigen. Auch ein Spendenmailing, bei dem nur 11 Prozent dem eigentlichen Zweck zugute kommt, akzeptieren sie, wenn mittelfristig 75 Prozent der Erlöse dem Zweck zugeführt werden. Nur wenn wir als Fundraiser an dieser Stelle nicht aufpassen, werden andere Journalisten – die Weihnachtszeit naht! – diese offenen Flanken nutzen und uns wieder als unseriös durch’s Dorf treiben.
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Aus: Newsletter Online-Fundraising 11/02
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